Blue Breeze Nikiti Luxury Suites
Bucht vor Vourvourou aus der Luft, türkisfarbenes Flachwasser zwischen bewaldeten Landzungen

Sithonia

Wo auf Sithonia übernachten

Fünf Orte, fünf unterschiedliche Urlaube. Auch der, bei dem wir Ihnen abraten.

Sithonia ist der mittlere der drei Finger Chalkidikis, rund fünfzig Kilometer lang, und eine einzige Hauptstraße führt außen herum. Die komplette Runde dauert ohne Stopps drei bis vier Stunden. Das klingt nach „von überall erreichbar" — ist es aber nicht, wenn man abends zurückfahren muss.

Wo Sie schlafen, entscheidet deshalb mehr über den Urlaub, als die Karte vermuten lässt. Hier die fünf Orte, die dafür infrage kommen, mit dem, was jeweils dagegen spricht. Wir bauen selbst in Nikiti — umso wichtiger ist es, ehrlich zu sagen, wann ein anderer Ort der bessere ist.

OrtCharakterPasst zuEher nicht, wenn
Nikitigewachsener Ort, ganzjährig bewohntFamilien, Basislager für die ganze HalbinselSie Clubs und lange Nächte suchen
Neos Marmarasausgebauter Badeort mit ResortInfrastruktur, Abendprogramm, windgeschützte LageSie Ruhe und Griechenland ohne Rahmen wollen
VourvourouStreusiedlung an FlachwasserbuchtenBoot, Kajak, Inselhüpfen nach DiaporosSie ohne Auto auskommen müssen
SartiOstküste, langer SandstrandAthos-Blick, weite Strände, junges PublikumWind ein Thema ist
Toroniruhig, Südwesten, antike ResteSchnorcheln, klares Wasser, wenig TrubelSie abends zu Fuß etwas erreichen wollen

Die eine Frage, die man vorher stellen sollte

Sie lautet nicht „welcher Strand ist der schönste", sondern: Wie windempfindlich sind Sie?

Von Ende Juni bis Anfang September weht über der Ägäis der Meltemi, am stärksten im Juli und August. Er ist ein Nordwind, setzt am späten Vormittag ein, erreicht sein Maximum am frühen Nachmittag und schläft nach Sonnenuntergang ein. Auf Sithonia trifft er die nach Norden und Nordosten ausgerichteten Küsten am härtesten. Geschützter liegt die Westseite um Neos Marmaras; Nikiti im Nordwesten liegt dazwischen und hat meist gut beherrschbare Verhältnisse.

Praktisch heißt das: Wer mit kleinen Kindern reist und Wellen nicht mag, wohnt besser an der Westseite und fährt an ruhigen Tagen nach Osten — nicht umgekehrt. Morgens ist es überall ruhiger.

Die fünf Orte im Einzelnen

01

NikitiDer Ort, der auch im Winter existiert

Nordwestküste · Sitz der Gemeinde Sithonia

Nikiti hat rund 2.900 ständige Einwohner und im Sommer etwa 20.000. Diese Spanne ist der eigentliche Punkt: Es gibt hier eine Bevölkerung, die bleibt, wenn die Saison endet — Schule, Ärzte, Markt, Handwerk. Das merkt man dem Ort an. Er ist nicht für den Sommer gebaut worden, er hat den Sommer dazubekommen.

Der Ort teilt sich in zwei Hälften: das alte Dorf auf dem Hügel und den neuen Teil am Wasser mit Promenade, Tavernen und der 2015 gebauten Marina. Der Ortsstrand ist breit, sandig und flach. Wirtschaftlich lebte Nikiti lange von Olive und Imkerei — es gilt als einer der bedeutendsten Honigproduktionsorte Europas. Freitagvormittags ist Wochenmarkt.

Blick über die Ziegeldächer des alten Dorfes von Nikiti auf den Toroneos-Golf
Nikiti: das alte Dorf auf dem Hügel, dahinter der Golf. Foto: W.Horseman / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Warum das als Basislager funktioniert. Nikiti liegt am Anfang der Halbinsel. Von hier sind sowohl die West- als auch die Ostküste Tagesausflüge, und man muss abends nicht die halbe Runde zurückfahren. Wer weiter südlich wohnt, hat kürzere Wege zu wenigen Stränden und längere zu allen anderen.
Wogegen Nikiti nicht antritt. Wer Clubs, Partys und ein dichtes Abendprogramm sucht, ist in Neos Marmaras oder Sarti besser aufgehoben. Und vom Ort selbst sieht man den Athos nicht — Nikiti blickt nach Westen auf Kassandra und den Toroneos-Golf.

02

Neos MarmarasDer ausgebaute

Westküste · rund 18 km ab Nikiti

Der am stärksten entwickelte Badeort der Halbinsel, mit dem Luxuskomplex Porto Carras vor der Tür — 2003 Austragungsort eines EU-Gipfels. Hier gibt es am meisten von allem: Geschäfte, Restaurants, Bars, organisierte Strände, Wassersport.

Die dicht bebaute Bucht von Neos Marmaras mit Häusern in Terrassen über dem Wasser
Neos Marmaras — der am stärksten ausgebaute Ort der Halbinsel. Foto: Dmitry Tonkonog und Xenia Fedosova / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Lage an der Westseite ist windgeschützter als die Ostküste, was im Hochsommer ein echtes Argument ist. Fünf Kilometer oberhalb liegt Parthenonas, ein Bergdorf mit restaurierten Steinhäusern aus dem 19. Jahrhundert — der Gegenentwurf zum Ort darunter.

03

VourvourouDer für Leute mit Boot

Ostküste · rund 17 km ab Nikiti

Keine Ortschaft im üblichen Sinn, sondern eine lockere Streusiedlung an einer Kette flacher, türkisfarbener Buchten. Vorgelagert liegt die Insel Diaporos mit geschützten Buchten, die nur vom Wasser aus erreichbar sind; Boote lassen sich an der Uferstraße mieten. Ab dem nahen Ormos Panagias starten Ganztagestouren und die Fahrten entlang der Athos-Küste.

Glatt geschliffene Granitfelsen und flaches türkisfarbenes Wasser in der Bucht von Karydi bei Vourvourou
Karydi bei Vourvourou — Flachwasser zwischen Granit. Foto: Nikodem Nijaki / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Für Schnorcheln, Kajak und Bootstage ist das der beste Standort der Halbinsel. Wer dagegen abends zu Fuß in eine Auswahl von Tavernen laufen möchte, findet hier weniger als in Nikiti oder Neos Marmaras.

04

SartiDer mit dem Athos vor der Nase

Ostküste · rund 1.050 Einwohner

Der beliebteste Badeort der Ostküste, mit einem langen, breiten Sandstrand — und dem Blick, für den viele überhaupt nach Sithonia fahren: Vom Strand und von den Hügeln ringsum liegt der Berg Athos über dem Singitischen Golf. Der Ort wurde nach 1923 von griechischen Flüchtlingen gegründet und ist entsprechend jung.

Blick von den Hügeln über Sarti auf die Bucht, am Horizont die Silhouette des Berges Athos
Sarti — und am Horizont der Athos. Foto: Netzach / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Der Haken ist der Wind. Die offene Ostseite Sithonias ist dem Meltemi am stärksten ausgesetzt. An Julitagen bedeutet das Wellen und Gischt am Nachmittag — großartig, wenn man Wind mag, mühsam mit einem Zweijährigen und einer Sandburg.

05

Toroni und der SüdenDer ruhige

Südwesten · am Ende der Halbinsel

Toroni liegt im Südwesten, hat antike Ruinen direkt am Wasser und klares, ruhiges Wasser zum Schnorcheln. In der Nähe liegt Porto Koufo — der größte Naturhafen Griechenlands, schon bei Thukydides erwähnt und im Zweiten Weltkrieg von deutschen U-Booten genutzt. Heute ein Fischerdorf, das für seine Fischtavernen gelobt wird.

Segelboote und Fischerboote im geschützten Naturhafen von Porto Koufo
Porto Koufo, der größte Naturhafen Griechenlands. Foto: Rosa-Maria Rinkl / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Süden ist der ruhigste Teil Sithonias. Das ist der Vorzug und zugleich die Einschränkung: Vom Ende der Halbinsel ist alles andere eine längere Fahrt, und ohne Auto geht hier gar nichts.

Kurz gefasst

Acht Strände auf Sithonia tragen die Blaue Flagge — sie verteilen sich über die ganze Halbinsel, von Lagomandra und Porto Carras im Westen bis Sarti, Sykia und Platanitsi im Osten. Einen Ort allein danach auszuwählen, lohnt sich also nicht.

Wenn Nikiti der richtige Ort ist.

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Zur Unterkunft Noch unentschlossen? Die Strände und die Anreise helfen beim Abwägen.