Sithonia
Einmal um Sithonia
Eine Straße, rund 110 Kilometer, ein Tag. Und ein Kap, zu dem Sie nicht fahren sollten.
Foto: W.Horseman / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Sithonia
Eine Straße, rund 110 Kilometer, ein Tag. Und ein Kap, zu dem Sie nicht fahren sollten.
Sithonia hat eine Hauptstraße, und sie führt einmal außen herum. Das macht die Rundfahrt zur einfachsten Tagesplanung, die eine Halbinsel bieten kann: Man kann sich nicht verfahren, nur verschätzen.
Die Runde misst rund 110 Kilometer und dauert drei bis vier Stunden ohne Stopps — mit Stopps ist es ein voller Tag, kein Vormittag.
| Ort | Seite | ab Nikiti | Wofür |
|---|---|---|---|
| Agios Nikolaos | Ost | 8 km | eine der ältesten Siedlungen Chalkidikis |
| Vourvourou | Ost | 11 km | Flachwasserbuchten, Boote nach Diaporos |
| Neos Marmaras | West | 18 km | Promenade, Versorgung, Kaffee |
| Porto Carras | West | 20 km | Weingut und Resort |
| Sarti | Ost | 40 km | langer Sandstrand, Athos vor der Nase |
| Porto Koufo | Süd | 44 km | Naturhafen, Fischtavernen |
| Sykia | Ost | 51 km | Dorf mit byzantinischer Geschichte |
Parthenonas liegt fünf Kilometer oberhalb von Neos Marmaras, Ormos Panagias fünf Kilometer vor Vourvourou, Toroni zwei Kilometer vor Porto Koufo. Die Entfernungen stammen von der offiziellen Tourismusseite der Region.
Die ehrliche Antwort lautet: früher, als Sie möchten.
In der Hochsaison im Juli und August ist Nikiti selbst der Engpass des nördlichen Sithonia — es gibt praktisch eine Straße für den gesamten Nord-Süd-Verkehr, dazu Ampeln, Supermarkteinfahrten und Strandabzweigungen. In den Spitzenwochen im August sind Verzögerungen von zwanzig bis dreißig Minuten und mehr normal, besonders samstags, weil viele Hotels dann Wechseltag haben, und nach Gewittern, wenn alle gleichzeitig den Strand verlassen. Das kritische Zeitfenster am Abend liegt zwischen halb sechs und neun.
Beide Richtungen funktionieren — es gibt nur ein Argument, und das ist das Licht.
Wir würden im Uhrzeigersinn fahren, also zuerst die Westküste hinunter. Der Athos steht im Osten. Wer morgens an der Ostküste ist, sieht ihn gegen die Sonne; wer nachmittags dort ankommt, hat ihn im Licht.
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In den 1970er Jahren war Parthenonas fast verlassen — die Bewohner zogen an die Küste, wo das Geld war. Später kamen einige zurück und setzten die Steinhäuser instand. Heute stehen dort Ferienhäuser, Cafés, ein Restaurant, ein Volkskundemuseum und die Kirche Agios Stefanos von 1837. Die Zufahrt ist asphaltiert, geparkt wird am Ortsrand, die Gassen sind eng.
Es ist der Gegenentwurf zu dem Badeort fünf Kilometer weiter unten, und die Fahrt hinauf dauert keine zehn Minuten.
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Das Weingut Domaine Porto Carras umfasst 450 Hektar und gilt als größte zusammenhängende Rebfläche Griechenlands. Angelegt wurde es 1965 unter der Beratung von Émile Peynaud von der Universität Bordeaux; seit 2000 wird biologisch gearbeitet. Das Anbaugebiet heißt „Hänge von Meliton".
Weinbergsführungen dauern zwei Stunden und werden dienstags, donnerstags und samstags um halb elf angeboten für 15 Euro pro Person; eine Verkostung allein ist günstiger. Das Gelände selbst ist täglich zugänglich. Die Zeiten wechseln saisonal — vorher prüfen.
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Toroni wurde im 8. oder 7. Jahrhundert vor Christus von Chalkidiern aus Euböa gegründet und war im Peloponnesischen Krieg umkämpft zwischen Athen und Sparta — Thukydides schildert das in zwei Büchern. Ausgegraben wird seit 1975. Zu sehen sind Reste einer rund sechzig Meter langen Hafenmauer, die Basilika des Agios Athanasios und das Kap Lekythos, auf dem sich Siedlungsspuren von der Kupferzeit bis ins 17. Jahrhundert finden.
Der Strand daneben ist etwa zwei Kilometer lang, teils organisiert, teils frei.
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Eine fast geschlossene Bucht, deren Einfahrt man vom Meer aus kaum sieht. Sie gilt als der größte Naturhafen Griechenlands und wird bis zu 110 Meter tief.
Erwähnt wird der Hafen schon bei Thukydides; er diente der Stadt Toroni als Flottenbasis. Im Zweiten Weltkrieg nutzten deutsche U-Boote die Bucht, wegen der Lage und des direkten Zugangs zur Ägäis. Heute leben dort rund zweihundert Menschen, es gibt Fischerboote, Yachten, eine Uferpromenade und Fischtavernen, für die der Ort gelobt wird.
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Der beliebteste Badeort der Ostküste, ein langer breiter Sandstrand — und der Blick, für den viele überhaupt herkommen: Vom Strand und von den Hügeln ringsum liegt der Berg Athos über dem Singitischen Golf. Der Ort ist jung; er wurde nach 1923 von griechischen Flüchtlingen von der Insel Afissia gegründet und hat heute gut tausend Einwohner.
Die offene Ostseite ist dem Meltemi am stärksten ausgesetzt. Am Nachmittag kann hier Wind stehen, wo an der Westküste nichts war.
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Vourvourou ist kein Ort im üblichen Sinn, sondern eine Streusiedlung an einer Kette flacher Buchten. Vorgelagert liegen neun kleine Inseln, die größte ist Diaporos; die Bucht Kriftos an ihrer Nordseite diente nach lokaler Überlieferung Piraten als Schlupfwinkel. Boote lassen sich an der Uferstraße mieten.
Vom Hafen Ormos Panagias fährt täglich um halb zehn die Athos-Kreuzfahrt, zurück gegen fünf. Das Schiff darf sich der Mönchsrepublik nur bis auf fünfhundert Meter nähern; die Fahrt kostet ab dreißig Euro. Als Teil der Rundfahrt geht das nicht — das ist ein eigener Tag.
Tankstellen auf der Runde gibt es in Neos Marmaras, Sarti, Sykia sowie bei Vourvourou und Agios Nikolaos. Im Süden, um Toroni und Porto Koufo, wird das Netz dünn. Deshalb der einfache Rat: Volltanken, bevor Sie in den Süden fahren.
Ähnlich der Gipfel des Itamos, mit 817 Metern der höchste Berg der Halbinsel. Hinauf geht es ab Parthenonas, aber dort endet der Asphalt: Von den 37 Kilometern ab Neos Marmaras sind rund sechzig Prozent Schotterpiste. Am Gipfel steht ein Feuerwachturm mit Blick über Kassandra, Sithonia und den Athos. Die Piste gilt als Gelände- und Mountainbike-Strecke; mit einem normalen Mietwagen sollten Sie sie nicht einplanen.
Dann teilen Sie die Runde. Die Ostseite bis Sarti und zurück ist ein halber Tag, die Westseite bis Porto Koufo ein etwas längerer. Von Nikiti aus geht beides, weil der Ort am Anfang der Halbinsel liegt — das ist der eigentliche Vorteil dieses Standorts gegenüber einem Quartier weiter südlich.
Abends nicht mehr fahren müssen.
Nikiti liegt am Anfang der Halbinsel. Wer hier wohnt, hat nach der Runde den kürzesten Rückweg — und muss nicht die halbe Küste zurück.
Zur Unterkunft Warum Nikiti als Standort: der Ortsvergleich.